Saisonfazit 1. Männer HSG Rückmarsdorf 2019/2020

Erstellt von am 31.05.2020

Irgendwo im Niemandsland – Corona beendet die Saison frühzeitig

Nach langer digitaler Abstinenz wird es auch für die 1. Männermannschaft der HSG Rückmarsdorf Zeit, ein Fazit aus der Saison 2019/2020 zu ziehen und euch mit ein paar Informationen zur vergangenen Saison zu versorgen.

Diese Saison geht wohl als die bisher kürzeste Spielzeit in die Vereinsgeschichte ein. Mitte März 2020 wurde der Spielbetrieb durch den HVS aufgrund der Coronapandemie zunächst ausgesetzt, um dann letztlich Ende April 2020 komplett eingestellt zu werden. Das betraf natürlich nicht nur den Wettkampf- sondern auch den Trainingsbetrieb, weshalb es lange ruhig um die HSG Rückmarsdorf blieb. Eines kann allerdings jetzt schon verraten werden: Wir waren nicht untätig. Inzwischen sind wir alle, gesund und munter, auch schon wieder ins Training, unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, gestartet.

Rückblickend auf die Saison 2019/2020 ist das auch bitter nötig. Die Vorzeichen standen allerdings auch nicht so gut, da einige Schlüsselspieler vor Saisonbeginn den Verein verließen und die damit verbundenen Lücken erst wieder gefüllt werden mussten: Wühler Leo (Wechsel), Um Gottes Wilm (Wechsel), Wiesel Yannik (Wechsel), Kreisstar Tali (Wechsel) als auch Motivator Moritz und Kampfschwein Torsten (private Gründe). Dies schien zunächst ein sehr schweres Unterfangen zu werden. Nachdem sich unsere Neuzugänge Toni, Erik, Max und Henne aber nahtlos während der Vorbereitung in die Mannschaft eingefügt hatten, konnte die Saison mit deutlich weniger Bedenken starten.

Als Vorjahresvierter ging es als eine der favourisierten Mannschaften in die Saison. Bereits im letzten Jahr konnte gezeigt werden, dass Siege gegen jedes Team der Verbandliga West möglich sind. Ob uns diese Favouritenrolle wieder einmal zu viel Druck machte, wurde in der Saisonnachbesprechung heiß diskutiert, da bereits in der Hinrunde vieles entgegen unserer Vorstellungen lief.

Der erste Test im Pokal gegen Böhlen (34:18) war sehr erfolgreich und machte Mut für den Saisonauftakt. Hier gab es direkt den ersten Kracher vor heimischem Publikum gegen Plauen-Oberlosa II. Aufgrund vieler technischer Fehler und ausbleibenden Treffern über unsere Außen musste die erste Niederlage (19:26) schnell vergessen werden. Das gelang leider nicht, wie geplant und so folgte eine Woche später bereits der nächste Dämpfer im Auswärtsspiel gegen Chemnitz (23:31). Zwei Spiele und zwei Niederlagen schmeckten alles andere als gut, weshalb der Druck stieg und gegen die stark dezimierte Reserve von Döbeln ein Sieg her musste. Gesagt, getan (29:14)! Mit kurzem Rückenwind konnten die Punkte auch von Lok-Mitte in einem sehr umkämpften Spiel (25:24) entführt werden. In den folgenden Wochen ging es gegen altbekannte Gegner (Glauchau II, 29:20 und Böhlen 34:26) und die Aufsteiger aus Weißenborn (18:22) und von der Reserve des LVB (23:29). So richtig rund lief es bei uns auch noch nicht, auch wenn wir in einem spektakulären Spiel gegen die Reserve aus Freiberg einen 7-Tore-Rückstand drehen konnten (29:26). Überraschende Wendungen gelangen nämlich auch der SC DHfK III (23:24) und Waldheim (30:34), die kurz vor der Weihnachtsfeier die letzten Punkte im Jahr 2019 raubten.

Wir überwinterten im Mittelfeld der Tabelle, weshalb die Ziele der Rückrunde eher das Wundenlecken und Spaßhaben vorsahen, als mit aller Macht in die Tabellenspitze vorzustoßen. Was konnte also besseres passieren, als ein sonntägliches Spiel bei Plauen-Oberlosa II? In einem sehr spannenden Spiel konnten wir die Plauener bis kurz vor Ende der Partie auf Abstand halten und ärgern. Leider reichte es am Ende nicht für ein, zumindest verdientes, Unentschieden (29:30). Mit dem neu gewonnenen Mut, konnte die Rückrunde jetzt erst richtig losgehen und eine Revanche für Niederlagen der Hinrunde erfolgen. In drei sehr starken Spielen wurden Lok-Mitte (35:17), Chemnitz (28:20) und Weißenborn (23:20) ohne Punkte aus der Halle geworfen. Das wohl torreichste Spiel fand in Döbeln statt (40:20). Wäre klar gewesen, dass Glauchau II unser letzter Gegner für diese Saison ist, hätten noch mehr Körner in dieses Spiel geworfen werden müssen. Nach einer 6-Tore-Führung konnten die Hausherren erfolgreich ins Spiel zurückfinden und die Rumpeltruppe wurde ohne versöhnliches Ende (25:27) nach Hause geschickt.

Summa summarum verlief die Saison nicht ganz wie geplant. Es lässt sich auf starke und unkonzentrierte Spiele, sehr torreiche Partien aber auch große Abwehrschlachten zurückblicken. Äußere Umstände haben zum Abbruch der Saison geführt, was leider einige herbeigesehnte Revanchen offen ließ, die wohl erst in der neuen Saison beglichen werden können. Wir freuen uns daher besonders aufs erneute Rumpeln in der Verbandsliga. Dann wahrscheinlich mit anderen Zielen und Ansprüchen.

Wie jedes Jahr wird sich auch das Gesicht der Mannschaft etwas verändern, denn einige Abgänge und Neuzugänge sind bereits bekannt. An dieser Stelle sei auch nochmal auf das Fazit der letzten Saison verwiesen und damit vielleicht sogar gespoilert: „Wir (..) weisen daraufhin, dass mit ein paar Wiedergutmachungskästen der Rückweg in die Rumpeltruppe nicht verwehrt ist“. Mehr kann an dieser Stelle aber nicht zu unseren Neuen gesagt werden. Lasst euch überraschen und erwartet gemeinsam mit uns die Saison 2020/2021.

Ein Dank gilt all unseren Zuschauern und vor allem all denen, die den Weg in andere Sporthallen nicht gescheut haben und uns während der gesamten Saison 2019/2020 unterstützt haben. Wir hoffen wir konnten euch mit unserem Handball etwas Freude bereiten und wünschen uns auch für die nächste Saison wieder zahlreichende klatschende Hände. Bleibt gesund und bis bald!

Eure #Rumpeltruppe

M.M.

Für die HSG spielten in der Verbandsligasaison 2019/20:

Markus Stieler, Niklas Hartmann, Nico Reitinger, Ralf Schinke, Sebastian Rottig, Tom Geisler, Hendrik Hofmann, Ronny Probst, Dominik Willfang, Maximilian Kühne, Chris Sonnemann, Erik Stepan, Marcel Stantke, Toni Schumann, Max Milewski, Markus Ziemann, Marcel Rudolph, Daniel Schrimpf, Thomas Rottenkolber, Christoph Pickert, Hannes Krajewsky.

Trainerteam:

Frank Burgmann, Michael Fieber (Co), Torsten Hanitzsch (Betreuer)

PS: Für die Statistikfreunde unter euch eine kleine Zusammenstellung der Werte unserer Mannschaft aus dem neuen nu-liga System bzw. unserer Trainingsapp in den Fotos.