HSG Männer II - HV Glesien 31:28 (14:14)
Revanche geglückt - HSG Männer II zwingt Glesien in die Knie
Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel war die Marschroute vor dem Anpfiff klar: Das passiert uns kein zweites Mal. Und obwohl die Vorzeichen alles andere als optimal waren – unser Stammtorhüter meldete sich krank – war die Motivation bis in die Haarspitzen spürbar. Einmal im Kreis drehen und plötzlich stand Leonard im Tor. Eigentlich Kreisläufer. Letztes Punktspiel im Tor? D-Jugend. Willkommen im Herrenhandball.
Der Start ins Spiel war entsprechend wild. Beide Teams gingen sofort auf Tempo, Abwehrreihen eher „arbeitsbereit“ als sattelfest. Vorne trafen wir gut, hinten mussten wir uns erst sortieren. Leo brauchte ein paar Minuten, war dann aber voll da und sammelte mit jeder Parade mehr Selbstvertrauen und Applaus von der Bank.
Die erste Halbzeit entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen Zweikämpfen, schnellen Toren und das sei nicht verschwiegen einer Schiedsrichterleistung ohne erkennbare Linie. Mal wurde jeder Kontakt gepfiffen, dann wieder großzügig weggeschaut. Glücklicherweise traf diese kreative Auslegung der Regeln beide Mannschaften gleichermaßen, sodass sich niemand benachteiligt fühlen musste, verwirrt reichte völlig.
Offensiv lief es bei uns richtig gut. Arno übernahm Verantwortung, blieb vom Siebenmeterpunkt eiskalt und kam insgesamt auf starke acht Treffer. Max und Sebastian sorgten aus dem Rückraum und über Außen immer wieder für Druck. Besonders erfreulich: Unser Rechtsaußen traf gleich sechsmal und konnte damit erstmals aktiv zu einem Sieg beitragen. Wurde auch Zeit.
Nach der Pause zogen wir das Tempo an. Die Abwehr stand kompakter, half sich gegenseitig aus und zwang Glesien häufiger zu schwierigen Abschlüssen. Vorne spielten wir geduldiger, warteten auf unsere Chancen und nutzten sie konsequent. Ein paar schnelle Tore in Folge brachten uns erstmals etwas Luft und genau in dieser Phase zeigte sich, dass wir aus dem Hinspiel gelernt hatten: Kein hektisches Abschließen, kein Einbruch, sondern Ruhe bewahren.
Natürlich wurde es nochmal hitzig. Zeitstrafen, Diskussionen, fragwürdige Pfiffe auf beiden Seiten das volle Handballprogramm. Aber wir blieben beisammen, pushten uns gegenseitig und spielten die Partie konzentriert zu Ende. Als die Sirene ertönte, war klar: Revanche geglückt. Und zwar als Team.
Ein Sieg, der vor allem durch Zusammenhalt, Einsatz und einem Kreisläufer im Tor zustande kam.
Es spielten: Marcel Rudolph, Florian Beyer (2), Arno Simone (8, davon 3/3 Siebenmeter), Sebastian Ehrling (6), Benjamin Fleischer (2), Max Thümmel (6), Leonard Kubessa, Jordi Nobbe, Luis Trescher, Max Milewski (3), Luis Leo Lindemann, Maximilian Ulrich (2), Benjamin Munkelt, Amon Julian Wild (2)
